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Bayernweites Vernetzungstreffen 28. November in Nürnberg

28. November 2015 um9:00 bis 17:15

Von: kontakt@fluechtlingsrat-bayern.de [mailto:kontakt@fluechtlingsrat-bayern.de]
Gesendet: Montag, 19. Oktober 2015 15:51
An: Leisgang Winfried
Betreff: Einladung zum 1. Bayernweiten Vernetzungstreffen für Ehrenamtliche in Bayern

 

1. Bayernweites Vernetzungstreffen

für Aktivist_innen, Initiativen & engagierte Einzelpersonen im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit mit geflüchteten Menschen

 

Samstag der 28.11.2015 | 09:00 – 17:15 Uhr | Caritas-Pirkheimerhaus, Königstr. 64, 90402 Nürnberg
Bayernweit gibt es erfreulicherweise eine Vielzahl engagierter Einzelpersonen und Initiativen, die in ihrer Freizeit geflüchteten Menschen in verschiedenen Bereichen, wie beim Erlernen der deutschen Sprache, bei Behördengängen oder bei der Durchführung von Asylanträgen, unterstützen oder sich politisch für deren Rechte einsetzen.

Die Bedeutung dieser Arbeit ist in Anbetracht der häufig unzureichenden professionellen Beratungsangebote, fehlender Ansprechpartner_innen, gerade im ländlichen Bereich, und den häufig prekären Verhältnissen, in denen geflüchtete Menschen leben, kaum zu unterschätzen. Dennoch werden die Ehrenamtlichen mit dieser Arbeit und mit den Problemen, mit denen sie hierbei konfrontiert werden, überwiegend allein gelassen.

Gerade deshalb sehen wir eine Vernetzung dieser Einzelpersonen und Initiativen für längst überfällig an. Durch den Austausch von Erfahrungen können gemeinsame Probleme und Bedürfnisse erkannt und die Kompetenzen von jedem und jeder Einzelnen gestärkt werden. Gemeinsam sind wir stärker!

Deshalb möchten wir Sie herzlich zu einem bayernweiten Vernetzungstreffen einladen, in dem wir zusammen überlegen können, welche gemeinsamen Probleme momentan im Vordergrund stehen, wie wir auf diese Probleme reagieren können, welche Forderungen deswegen gestellt werden müssen und wie im Hinblick darauf auch in Zukunft eine regionale Vernetzung gefördert werden kann.

 

ZUM ANMELDEFORMULAR >>>

 

Ablauf:
09:00 – 09:30 Uhr     Begrüßung
09:30 – 12:30 Uhr     Inhaltliche Workshops
12:30 – 14:00 Uhr        Mittagspause
14:00 – 14:30 Uhr     Resümee der Workshops
14:30 – 15:30 Uhr     Arbeitsgruppen nach Themen
15:40 – 16:40 Uhr     Arbeitsgruppen nach Bezirken
16:40 – 17:00 Uhr     Abschlussplenum

Organisatorisches:
Teilnehmer_innnen: 120 Personen
Teilnahmebeitrag: 10 Euro
Verpflegung: Getränke, Kaffee und Tee stehen frei zur Verfügung, Mittagessen gibt es voraussichtlich für einen Betrag von 10,50 Euro im Haus

 

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Workshop 1: Die Rolle von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit – Verantwortlichkeiten, Grenzen und Abgrenzung
Das Seminar macht deutlich, wie Asylsuchende durch freiwilliges Engagement unterstützt werden können und welche Form von Hilfe benötigt wird. Die Teilnehmenden bekommen einen Überblick und ein Gefühl für das Arbeitsfeld mit seinen Akteur_innen und können im Blick auf die eigene Person klären, was sie einbringen können und wo die Grenzen liegen. Das Seminar gibt Impulse zu einem sensiblen Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen, mit ihrer besonderen Lebensgeschichte. Praktische Fragen zu Versicherungsschutz sowie Haftung kommen auch zur Sprache.

Referentin: Margot Laun, (Begleiterin von Freiwilligen in der Asylarbeit, Diakonisches Werk Augsburg und „Tür an Tür” Augsburg, Freiwilligenmanagerin HKFM”)
Workshop 2: Alles eine Frage der Kultur?
Kulturelle Wahrnehmungen und Wahrnehmungen von Kulturen liefern uns notwendige Orientierung, verleiten uns aber auch dazu, Unterschiede für natürlich zu halten oder zu wichtig zu nehmen. In dem Workshop erarbeiten wir gemeinsam ein vielschichtiges Verständnis davon, wie Kultur und kulturelle Differenzen die ehrenamtliche Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung prägen, sie bereichern und wann sie (besser) keine Rolle spielen.

Referentinnen: Verene Brenner (freiberufliche Trainerin, Tübingen) und Michaela Zöhrer (Universität Augsburg)
Workshop 3: Diskriminierungssensible Unterstützungsarbeit
Die Unterstützungsarbeit von geflüchteten Menschen findet in sehr ungleichen Machtverhältnissen statt. Beispielsweise werden Geflüchtete mit ihren Alltags- und  asylrechtlichen Problemen in die Rolle der hilfsbedürftigen Opfer gedrängt und somit ihrer Eigenständigkeit beraubt. Dies geschieht meist unbewusst aufgrund von verinnerlichten Vorurteilen und Bildern der Unterstützenden. Der Workshop gibt eine erste Einführung in die Möglichkeiten vorurteilsbewussten Handelns und der Idee die eigene Macht zu teilen. Langfristiges Ziel ist es, die eigene Unterstützungsarbeit diskriminierungssensibel gestalten zu können.

Referent_innen: Tahir Della (ISD e.V.) und Kristina Kontzi (glokal e.V.)
Workshop 4: Wie politisch kann/muss/soll ehrenamtliches Engagement sein?
Viele der Fragen und Probleme, mit denen Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit konfrontiert sind, sind Produkte der Rahmenbedingungen. Die Qualität der Unterbringung, der Zugang zu medizinischer Versorgung oder sozialen Leistungen, der Zugang zu Bildung, Arbeit, Studium oder auch nur Deutschkursen ist abhängig von Entscheidungen auf Landkreis-, Landes- oder Bundesebene. Der Bayerische Flüchtlingsrat wurde von Initiativen gegründet, um hier politische Arbeit zu leisten, und diese Rahmenbedingungen zugunsten von Flüchtlingen zu ändern.
Im Workshop werden wir diskutieren, wie die verschiedenen Interessen und Möglichkeiten zu einer guten Zusammenarbeit zwischen Initiativen, Ehrenamtlichen und Flüchtlingsrat führen können, und wie auch eine lokale / regionale Vernetzung Veränderungen bringen kann

Referent: Stephan Dünnwald (Bayerischer Flüchtlingsrat)
Workshop 5: Was tun?! (und was nicht…)
Geflüchtete Menschen sind gerade das mediale Thema schlechthin. Viele Journalistinnen und Journalisten, Kunst- und Filmschaffende, Theatermenschen und einige mehr haben das für sich und ihre Arbeit erkannt und so entstehen eine Vielzahl von Flüchtlings-Projekten für, über und teilweise mit geflohenen Menschen. Doch bei einigen Projektansätzen schleicht sich ein fader Beigeschmack ein: Um was geht es den Macherinnen und Machern eigentlich? Sind die Geflüchteten vielleicht nur unfreiwillige Statisten in einem aufwendigen Egofilm? Es lohnt sich daher die unterschiedlichen Beweggründe für das Engagement unter die Lupe zu nehmen. Wer macht also was warum und gut gemeint ist oftmals das Gegenteil von gut. Im Workshop wollen wir diesen Fragen gemeinsam nachgehen und diverse Projektideen diskutieren.

Referent: Matthias Weinzierl (Bayerischer Flüchtlingsrat; Bellevue di Monaco)

 

Das Vernetzungstreffen findet statt in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Petra-Kelly-Stiftung:

Bayernweites Vernetzungstreffen 28. November in Nürnberg

Details

Datum:
28. November 2015
Zeit:
9:00 bis 17:15

Veranstaltungsort

Zubehör für den Hallensport

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