Wir wollen die neuen Mitbewohner in Taufkirchen kennen lernen, akute Notsituationen erkennen und lindern, ihnen unsere Kultur und Werte vermitteln und ihre langfristige Integration in unsere Gesellschaft fördern.

  • Wir kümmern uns um alle Asylbewerber und „Fehlbeleger“, die in Asylunterkünften in Taufkirchen untergebracht sind
  • Der Fokus unserer Arbeit ist die Förderung der gegenseitigen Akzeptanz und die Hilfe zur Selbsthilfe („Deutschland ist kein Schlaraffenland“)
  • In den ersten Tagen in einer Asylunterkunft und in besonderen Fällen wollen wir die Asylbewerber unterstützen – erste Hilfe leisten
  • Es ist unbedingt notwendig, dass „wir“ uns gegenseitig kennen und verstehen lernen – Vorbehalte und Ressentiments abbauen
  • Unter Beachtung und Akzeptanz der kulturellen Verschiedenartigkeit müssen wir die Integration fordern und fördern
  • Wenn wir helfen, die Asylbewerber schnell in Ausbildung und Arbeit zu bringen, ist ein großer Schritt in Richtung Integration getan
Was bedeutet das konkret?

Kennenlernen:    Woher kommen die Menschen, die nun bei uns wohnen? Wie unterscheidet sich ihre Kultur von unserer? Wie kommen sie mit oft schrecklichen Erlebnissen in ihrer Heimat und auf der Flucht zurecht? Welche Fähigkeiten haben sie, und welche wertvollen Beiträge können sie hier vielleicht einbringen?

Was tun wir?
Wir schauen in den Unterkünften vorbei und suchen das Gespräch, und laden Asylbewerber ein, sich am sozialen Leben in Taufkirchen zu beteiligen (PG Patenschaften). Wir informieren die Öffentlichkeit in Presse und am Internet, und versuchen es mit dem Stammtisch „Meet & Greet“ allen interessierten Bürgern leicht zu machen, die neuen Mitbewohner kennenzulernen (PG Öffentlichkeitsarbeit).

Not lindern:    Die größte Not der Asylbewerber ist oft eher seelisch: traumatische Erlebnisse, Angst/Trauer um Angehörige, eine Leere im Alltag, unsichere Zukunftsperspektiven, mangelnde Privatsphäre und soziale Isolation aufgrund noch mangelnder Sprachkenntnisse.

Was tun wir?
Im Bewusstsein, dass wir viele dieser Probleme nicht lösen können, helfen wir einfach da, wo es möglich ist: mit grundlegenden Informationen zur Orientierung (PG Ersthilfe),  mit warmer Winterkleidung oder einem Kinderwagen (PG Logistik) und — im Rahmen unserer Möglichkeiten — mit einem ein offenen Ohr (PG Patenschaften).

Kultur vermitteln:    Bei aller Offenheit und Akzeptanz gegenüber der kulturellen Vielfalt wollen wir unseren zukünftigen Mitbürgern auch unsere eigene Kultur und Werte nahe bringen, wie zum Beispiel die Gleichstellung von Mann und Frau, Rechtsstaatlichkeit, Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft.

Was tun wir?
Kultur vermitteln wir immer, wenn wir mit den Flüchtlingen Zeit verbringen: wenn wir einfordern, dass nach einer Veranstaltung gemeinsam aufgeräumt wird, wenn wir für Gegenstände und Dienstleistungen einen (angepassten) Geldbetrag verlangen oder wenn Männer und Frauen gemeinsam öffentlich auftreten (z.B. PG Sport, Freizeit & Handwerk).

Integration fördern:    Wichtige Schlüssel hier sind Sprachkenntnisse, Ausbildung und eine Arbeit. Damit kann für die zukünftigen Mitbürger der Traum von sozialem Anschluss und einem geregelten Alltag in der eigenen Wohnung wahr werden.

Was tun wir?
Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ bietet der Helferkreis Sprachkurse für interessierte Flüchtlinge an (PG Sprache und Hausaufgaben). Ausserdem unterstützt der Helferkreis Flüchtlinge bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und infomiert interessierte Arbeitgeber umfassend über Einstellungshürden und zu beachtende Formalitäten (PG Wege in Arbeit).