Man hat ja sonst nichts zu tun!

Nach einigen Tagen der Vorbereitung ist es soweit. Samstag, 15.7.2017, ist Fußballturniertag.

12:00 Uhr: Tore aufstellen, Spielfeld mit Hütchen markieren, Pavillons aufbauen, Müllsäcke vorbereiten, Getränke und Obst herrichten, Umkleiden und WC’s in der Mittelschule aufsperren, Bälle aufpumpen, Erste Hilfe Kasten und Eisspray bereitlegen. Sukzessive werden auch die Kuchen angeliefert, die Alexandra Kraus ihren Freundinnen „verordnet“ hat.

Es ist 13:30 Uhr. Die Spannung steigt. Hoffentlich wird alles klappen, der Wetterbericht kündigt für den Nachmittag keinen Regen an. Als Erste kommen der SV Internationale Taufkirchen und der EHC 90 Taufkirchen. Jetzt treffen auch die Ottobrunner Ramasuri‘s ein. Brigitte Barthmann vom Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn: „Ich weiß noch nicht, ob wir 2 Teams stellen können.“ Wo bleiben unsere beiden Omed Mannschaften aus den Feel Home Häusern? „Wir haben gedacht, dass wir nur mit einer Mannschaft antreten.“ Schnell treibt Dieter Kienitz, der Betreuer unserer Omed Mannschaften noch 3 Spieler auf. Die 2.Taufkirchner Omed Mannschaft steht, die fehlenden Trikots müssen noch aus der Unterkunft geholt werden. Inzwischen sind auch die restlichen Spieler aus Ottobrunn mit dem MVV-Bus eingetroffen. Bis 13:45 Uhr warten wir noch vergebens auf die Spieler aus Taufkirchen an der Vils. Da hat es anscheinend Kommunikationsprobleme gegeben Turniermodus und Zeitplan werden angepasst.

14:00 Uhr: Das Turnier kann mit 6 Mannschaften beginnen. In den beiden Vorrundengruppen das gleiche Bild: Eine Vereinsmannschaft vorne, dann die Ottobrunner Ramasuri und dann die Taufkirchner Omed. Unsere erfolgsverwöhnten Omed Spieler sind enttäuscht. Die Vereinsmannschaften setzen sich auch in den Halbfinalspielen durch. SV Inter gewinnt gegen Ramasuri 2 und EHC90 gegen Ramasuri 1. Omed 1 gegen Omed 2 und Ramasuri 1 gegen Ramasuri 2, mit viel Spaß werden diese Platzierungsspiele vor dem großen Finale absolviert. Der EHC 90 gewinnt mit 2:0 vor ca. 60 Zuschauern verdient das Finale.

Es ist 17:00 Uhr. Geschafft, dank der fairen und disziplinierten Spieler, der souveränen Schiedsrichter Gerhard Reichle und Peter Neumeier, unseres treuen Obstlieferanten Martin Sutor (www.fruitique.de), unserer Alexandra Kraus mit ihren Kuchenspendern, unserer Dorothy Dittmann-Meixner mit ihrem „Lieferservice“ für Biergarnituren und Pavillons und dank einer anonymen 100 Euro-Spende. Der besondere Dank gilt unserem Dieter Kienitz, der seit Monaten Woche für Woche geduldig mit unseren Flüchtlingen Fußball trainiert und der nach Turnierschluss von seinem Kader aufgefordert wird, in Zukunft ein härteres Training vorzunehmen.

Mit vielen Helfern sind die Aufräumarbeiten schnell erledigt. Jetzt müssen nur noch die ca. 100 leeren Mehrwegplastikflaschen in den Rücknahmeautomaten des Getränkemarktes gesteckt werden.

Johannes Groha
Leiter der Projektgruppe „Freizeit und Sport“ innerhalb des Helferkreises Asyl Taufkirchen

Episode eines Turniertages