Selten bewegt sich im ehrenamtlichen Bereich etwas so schnell wie die Renovierung und Einrichtung der interkulturellen Begegnungsstätte (inZone). Ende Oktober 2017 fiel die Entscheidung für die ehemaligen Praxisräume an der Wildapfelstr. 4, im November wurde nach kurzer, aber intensiver Planung renoviert und eingerichtet, und im Dezember öffnete das Zentrum bereits die Türen für den regelmäßigen Betrieb.

Die Weihnachtsfeier mit ca. 40 Besuchern am 21.Dezember wirkte dann wie ein inoffizieller Startschuss. Die Gemeinde hatte die leerstehenden Praxisräume angeboten und die Einrichtung und Ausstattung wurden finanziert durch Fördergelder des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Dass es mit den Arbeiten so schnell voran ging, ist aber vor allem dem engagierten Kernteam aus Dorothy Dittmann-Meixner, Johannes Groha und Hans-Joachim Faul zu verdanken. Sie planten die Renovierungsarbeiten, koordinierten sich mit Gemeinde und Landratsamt, organisierten günstige Möbel und führten schließlich die Renovierungsarbeiten durch, wobei sie beim Weißeln auch von Flüchtlingen tatkräftig unterstützt wurden. „Wir haben vier Wochen mehr oder weniger täglich am Zentrum gearbeitet.“ erinnert sich Herr Faul und lächelt dabei glücklich. „Es war eine tolle Teamerfahrung. Wir sind richtig zusammengewachsen.“

Das Ergebnis kann sich auch sehen lassen. Wer das Zentrum betritt befindet sich in der Lobby, in der Infomaterial erhältlich ist. Das Kernstück des Zentrums ist ein großer Raum, der durch Tische und stapelbare Stühle flexibel genutzt werden kann, beispielsweise für die Hausaufgabenbetreuung, aber auch für interne Helferkreistreffen. Ein Teil des Fördergeldes wurde für die Ausstattung eines PC-Raums aufgewendet, in dem 3 Laptops mit W-LAN Anschluss und Drucker bereit stehen, die u.a. für Hausaufgaben, Arbeits- und Wohnungssuche genutzt werden können. Ein anderer Teil des Geldes wurde in die Küche investiert. Herd, Kühlschrank und Spülmaschine ermöglichen mehr als Kaffee oder Tee kochen, es sind bereits gemeinsame Kochabende geplant. Eine Lounge mit Fernseher lädt zum Relaxen ein (und — so der Hintergedanke des Helferkreises — auch zum Deutsch lernen). Die bequeme Couch, Bücher und Spielsachen machen diesen Raum auch für Mütter mit Kleinkindern sehr attraktiv.

Der Helferkreis freut sich über das gelungene Konzept, doch die nächste Herausforderung wartet bereits: ein attraktives Programm zu gestalten. Vielleicht haben Sie eine Idee? Wollen Sie einen Koch- oder Bastelabend, eine Diskussionsrunde, oder einen Filmabend organisieren? Der Helferkreis freut sich über neue Gesichter und unterstützt gerne bei der Umsetzung.

Renovierung im Eiltempo – Helferkreis ist glücklich über die neuen Räume