Derzeit arbeiten im Helferkreis ca. 50 Mitglieder aktiv mit und bauen den Geflüchteten eine Brücke für ihr Leben in Deutschland. Aufgrund der Pandemie muss derzeit ein großer Teil dieser Helfer pausieren, weil viele schon aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören.

In der Unterkunft an der Hachinger Haid leben heute circa 60 Personen, davon 20 Kinder. Fast alle Erwachsenen sind in einem Beschäftigungsverhältnis, in Ausbildungen oder Integrationskursen bzw. Schulen. Gearbeitet wird meist für den Mindestlohn im Gartenbau, Hotel- und Gaststättengewerbe, Altenheim, als Maler, Installateur oder Autolackierer. Ein großes Anliegen des Helferkreises ist es, die Geflüchteten für eine Ausbildung zu motivieren, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und ein höheres Einkommen erzielen zu können.

Durch die Corona-Pandemie hat sich die Arbeit des Helferkreises verändert. Die persönlichen Kontakte mussten reduziert werden, Unterstützung findet überwiegend telefonisch statt. Leider sind seit einem Jahr keinerlei Aktivitäten wie Ausflüge, Spiel- und Bastelaktionen oder gemeinsame Mütter-Treffen möglich. Besonders betroffen von der Pandemie sind die Kinder. Hier wird deutlich, wie wichtig  Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten außerhalb des Elternhauses sind. Das Wegfallen dieser Hilfen hat bei einigen Kindern zur Verschlechterung der Sprachkompetenz oder zu Entwicklungs- Rückschritten geführt.

Worauf kommt es künftig an?

Brennend ist das Wohnungsproblem. Mit der Unterbringung in einer eigenen Wohnung gelingt Integration besser. Generell gilt, dass der Integrationswille deutlich steigt, wenn der Kopf frei ist von Sorgen um die Unterbringung und die Arbeits- bzw. Ausbildungserlaubnis.

Der Einsatz der Helferinnen und Helfer, die Unterstützung von Gemeinde, Landratsamt, Vereinen, Kirchen und pädagogischen Einrichtungen darf aber gerade jetzt nicht nachlassen, damit das bisher Erreichte erhalten bleibt und unsere Hilfe nachhaltig wirken kann.

Franziska Kindsmüller

Blick zu den Unterhachinger Nachbarn